Ausschuesse

rechtFußball: Sportgerichtsverhandlung Teil zwei in Sachen „TuS Hemmerde und Schiedsrichter (Name und Anschrift der Radaktion bekannt). Nachdem sich die Kammer vor zwei Wochen vertagt hatte, weil wichtige Zeugen und Beschuldigte fehlten, waren die Vorkommnisse im Meisterschaftsspiel des 9. Spieltages zwischen TuS Hemmerde und VfK Weddinghofen (3:3) am Dienstagabend noch einmal das Thema. Bekanntlich hatte der Schiedsrichter drei Hemmerder Spieler am 8. Oktober vom Platz gestellt und er soll dann nach Spielschluss von Zuschauern bedrängt und in seiner Kabine eingeschlossen worden sein.
Nach fast zweistündiger Beweisaufnahme verkündete Kammer-Vorsitzender Eberhard Petri folgendes Urteil: Der Verein TuS Hemmerde wird wegen des Verhaltens seiner Zuschauer zu einer Geldstraße von 50 Euro verurteilt. Ein TuS-Vereinsmitglied muss 150 Euro Strafe zahlen und ein Nichtmitglied gar 400 Euro. In allen Fällen wurden ihnen tätliche Angriffe auf den Schiedsrichter zur Last gelegt. Wie in allen fast allen vor dem Sportgericht gab es auch wieder „zwei Meinungen bei dem Sachverhalt“, wie es Eberhard Petri formulierte, „dabei war zu unterscheiden zwischen Lüge und Wahrheit.“ Der Schiedsrichter indes habe Recht gehabt.
Das sieht man beim TuS Hemmerde nach wie vor anders. „Wir akzeptieren das Urteil“, meinte TuS-Vorsitzender Dirk Berkemeyer dazu, „doch die Entscheidungsfindung lässt einiges offen und ist sehr fragwürdig sowie fadenscheinig.“ Ganz zu Ende ist damit die Angelegenheit noch nicht, denn für zwei Hemmerder haben Anzeige erstattet gegen den Schiedsrichter unter anderem wegen falscher Anschuldigung.

Quellennachweis : SKU (16.11.2017 Sch.)